zum 50. Landauer Hungermarsch
14. Mai 2026
Christi Himmelfahrt
„
Liebe Freunde, liebe Gemeinschaft des Landauer Hungermarsches,
Mtu ni mtu kwa wote! Ein Mensch ist ein Mensch durch andere Menschen.
Dieser Leitgedanke aus der Ubuntu-Philosophie findet sich seit Generationen in vielen Wertvorstellungen und Haltungen afrikanischer Familien, Gruppen und Stämmen.
Bischof Desmond Tutu als einer der bekanntesten Vertreter der Ubuntu formulierte es basierend auch auf seinem christlich theologischen Verständnis einmal so:
„Mein Menschsein ist mit deinem untrennbar verbunden.“
Hermann Kiefer hatte mit seiner Gruppe Studierender der Katholischen Hochschulgemeinde diese Haltung verinnerlicht, als sie unter dem Eindruck der Erfahrungen in Kenia gemeinsam in Landau den ersten Hungermarsch ins Leben riefen. Das war 1976.
Es sollte zunächst eine gemeinschaftliche Solidaritätsaktion sein, um auf die Not der Menschen in Ostafrika aufmerksam zu machen.
In tiefer Verbundenheit und Anteilnahme, getragen von der christlichen Botschaft der Geschwisterlichkeit und Nächstenliebe, gemeinsam einen Weg laufen, fast 30 Kilometer,
so weit wie viele Kinder, Jugendliche und vor allem auch Frauen täglich zu einem Brunnen laufen mussten, um frisches Wasser zu erhalten.
Gemeinsam Schritt für Schritt in Gedanken und im Herzen vereint und für jeden gelaufenen Kilometer Spendengelder einsammeln, um sie den Menschen für den Bau von Brunnen zur Verfügung zu stellen.
Keiner aus der Gruppe um Hermann Kiefer und Annel Jung hätte sich damals 1976 wohl träumen lassen, dass seit dieser Zeit jedes Jahr an Christi Himmelfahrt dieser Hungermarsch stattfindet.
Seit 50 Jahren gehen Menschen an diesem Tag auf die Straße und durch die Felder und bekunden mit ihrem Einsatz ihre Solidarität.
Solidarität entsteht dabei aus Begegnung und Beziehung.
Herman Kiefer wie auch Klaus Armbrust und Annel Jung haben über die 50 Jahre hinweg die Beziehung zu ihren Freunden aus den Projekten des Landauer Hungermarsches partnerschaftlich und auf Augenhöhe miteinander gelebt und dadurch ein tiefes und enges Vertrauensverhältnis begründet, was bis heute das Fundament der Arbeit des Landauer Hungermarsches ist.
So war und ist es möglich, dass vielen Kindern, Jugendlichen und ihren Familien durch zahlreiche Spenden geholfen werden konnte. Unsere afrikanischen Freunde gehen dabei in den einzelnen Projekten sehr gewissenhaft und verantwortlich mit den anvertrauten Geldern um. Sie erarbeiten mit den Menschen vor Ort bedarfsorientiert und ressourcenorientiert passende Unterstützungsangebote, die im Rahmen ihrer jeweiligen Lebenswirklichkeit von den Menschen direkt vor Ort auch selbstbestimmt umgesetzt und als hilfreich erlebt werden können. Wir begleiten und fördern sie dabei mit den vom Landauer Hungermarsch Verein gesammelten Spenden.
Hilfe zur Selbsthilfe, die in all den Jahren durch das großartige Engagement, das zuverlässige „Marschieren“ und Spendensammeln zahlreicher Menschen der Hungermarsch Gemeinschaft getragen und ermöglicht wurde. Ihr Menschsein ist auch dadurch untrennbar mit dem Menschsein anderer verbunden und wir sind dankbar für diese langjährige Unterstützung.
Auch in diesem Jahr werden wir mit diesen Geldern wieder zahlreiche Projekte in Ostafrika unterstützen, die Informationen hierzu finden Sie wie gewohnt in unserem Flyer oder auf unserer Homepage.
Sie sind auch herzlich willkommen, ins persönliche Gespräch mit uns und den afrikanischen Projektverantwortlichen zu gehen, wir haben zum diesjährigen Hungermarsch wieder Gäste aus Kenia, Tanzania und Sansibar eingeladen.
Gemeinsam feiern wir nun 50 Jahre Hungermarsch!
Und wie geht es weiter?
Im wahrsten Sinne des Wortes durchs „gehen“ – ganz konkret am 14. Mai 2026!
Der Landauer Hungermarsch lebt durch Sie, durch uns alle, vom aktiven Tun, vom aktiven Lauf, dem Marsch der Solidarität. Wir sind auch für die Zukunft eingeladen, in Beziehung zu gehen, uns berühren zu lassen und aktiv Anteil zu nehmen.
„Mein Menschsein ist mit deinem untrennbar verbunden!“ heißt auch in Zukunft Verantwortung zu übernehmen, Verantwortung für eine gerechte Welt. Denn mit Blick in die heutige Welt, in der zunehmend Aggression, Ausgrenzung und Ausbeutung dominieren, in der einige wenige auf Kosten von vielen den Wert ihres Lebens über das der anderen stellen wollen,
braucht es uns als Gemeinschaft mit der gemeinsamen Haltung „Mtu ni mtu kwa wote“
Ein Mensch ist ein Mensch durch andere Menschen. Stehen wir also auf und gehen auf die Straße und durch die Felder, laufen wir mit beim Landauer Hungermarsch und sammeln Gelder für unsere Freunde in Not.
Schon jetzt mit einem herzlichen Danke und der Vorfreude auf Christi Himmelfahrt,
und ein herzliches Willkommen zu den Angeboten im Jubiläumjahr, die Sie in der Broschüre finden.
Im Namen des Vorstandes des Landauer Hungermarsch Vereins
Annel Jung, Artur Kessler und David Schröter
Und noch eine kleine Bitte: Sollten Sie diese Post von uns nicht mehr wünschen, schreiben Sie uns bitte eine Mail an hungermarsch@kirchelandau.de
Ihre Teilnahme am Landauer Hungermarsch:
Christi Himmelfahrt ist Hungermarschtag!
Zum 50. Mal werden sich viele Menschen an Christi Himmelfahrt auf den Weg der Solidarität machen. Die Projekte in fünf Ländern Afrikas brauchen nach wie vor unsere Unterstützung und Hilfe. Dank der sehr hohen Spendenbereitschaft konnten die im letzten Jahr beschriebenen Projekte begonnen und umgesetzt werden. Unsere Projektpartner/innen garantieren mit ihrer vorbildlichen Arbeit vor Ort dafür, dass die Spenden dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Regelmäßige Kontakte und Berichte beweisen dies. Wir bitten Sie, Erwachsene, Jugendliche und Kinder, bei unserem Hunger-marsch mitzumachen. Wer selbst nicht mitlaufen kann, hat die Möglichkeit, diese Aktion durch eine Spende zu unter-stützen. Wer mitlaufen möchte, besorgt sich eine Hunger-marsch-Teilnehmerkarte. Teilnehmerkarten sind erhältlich bei allen Pfarrämtern in und um Landau. Sie können die Karte auch im Internet herunterladen (www.hungermarsch.de), sowie telefonisch unter der Nummer 06341-9959647 (Frau Jung) oder 06341-968980 (Pfarramt Mariä Himmelfahrt) anfordern. Mit Ihrer Teilnehmerkarte gehen Sie bitte vor dem Hungermarsch zu Ihren Verwandten, Freunden, Nachbarn und Sponsoren und bitten sie um einen festen Betrag oder einen Betrag pro zu wandernden Kilometer und lassen sich dies auf Ihrer Teilnehmerkarte bestätigen. Die vereinbarten Beträge können Sie dann nach dem Hungermarsch einsammeln und die Gesamtsumme auf unser Spendenkonto einzahlen.

Spendenkonten
LANDAUER HUNGERMARSCH E.V
Konto VR Bank Südpfalz
IBAN: DE15 5486 2500 0000 7855 55
BIC: GENODE61SÜW
Konto Sparkasse Südliche Weinstraße
IBAN: DE16 5485 0010 0000 0800 93
BIC: SOLADES1SÜW
Spendenbescheinigungen werden gerne ausgestellt!
Ablauf des Landauer Hungermarsches
Der Hungermarsch beginnt mit einem Gottesdienst um 09.00 Uhr in der Marienkirche in Landau. Die musikalische Gestaltung übernimmt das Coeurchen. In diesem Jahr werden wir Sr. Nelly aus Kenia und Pfarrer Deo aus Tanzania begrüßen können. Der Gottesdienst wird live gestreamt und ist auch danach abrufbar: www.youtube.com/c/marienkirchelandau.
Im Anschluss an den Gottesdienst erfolgt der Marsch in Ric-tung Pfälzer Wald. Die Gesamtwanderstrecke beträgt etwa 30 km. Die erste Kontroll- und Verpflegungsstelle ist in Ranschbach am Dorfgemeinschaftshaus. Von Ransc-bach geht der Weg weiter zum Bildstöckl, dann weiter am Ortsrand von Eschbach entlang nach Ilbesheim und schließlich zum Pfarrheim St. Albert.
Wir freuen uns und sind dankbar, dass – wie gehabt eine Bewirtung, sowohl in Ranschbach (nicht mehr am Kaltenbrunn), als auch in Eschbach möglich sein wird. In Ilbesheim kann man sich an der Kontrollstelle mit Getränken erfrischen. Abschluss des Hungermarsches ist im Pfarrheim St. Albert, Drachenfelsstraße 2. Dort erhalten Sie den letzten Stempel.
Die Wegstrecke ist mit gelben Pfeilen gekennzeichnet.
Eine Alternativstrecke führt vom Dorfgemeinschaftshaus in Ranschbach nach Ilbesheim und dann zum Pfarrheim St. Albert. Diese Strecke bietet sich besonders für Familien mit Kinderwagen an bzw. für Menschen, die barrierefrei unterwegs sein möchten. Hier bietet sich eine Rast an der Alla-Hopp-Anlage in Ilbesheim an.
Wegskizze

